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Das TRF 414 M-Chassi von Tamiya gehört zur absoluten High-End-Klasse von RC-Cars. Das Fahrzeug hat folgende Besonderheiten bzw. Ausstattungsmerkmale:
Kugeldiffernzial hinten, Mittel- sowie Front-Freilauf, Kohlefaser-Unterbodenplatte und Oberbrücke, Allradantrieb durch leichtläufige Riementechnik, blaugekapselte Spezialkugellager, Alu-Stoßdämpfer mit Einstellrädern, kompletter Aluaufbau vorne sowie hinten, 2-Gradradträger hinten (kann auch noch auf 2,5 Grad verstellt werden, komplette von aussen verstellbare Spur- und Sturzstangen, Alu-Servohalter, Zweiteilige Antriebswellen vorne und hinten, Alu-Lenkhebel, Alu-Aufnahme fürs Hauptzahnrad, Alu-Felgenbefestigung, Tuning-Radträger vorne für noch mehr Stabilisation, Transponderhalter, Akkuhalter für Akku-Sticks oder die Möglichkeit gleich auf Saddle-Packs zu bauen, die Dämpferbrücken bieten vorne sowie hinten verschiedene Positionen für die Dämpfer-Befestigung und sind wie viele andere Teile ebenfalls aus Carbon, Stabilisatoren vorne und hinten (in jeweils 3 verschiedenen Härten), Riemenspanner vorne, Querträger-Ausfederungsbegrenzung durch verstellbare Madenschrauben (Achsträger sind verstärkt), 3 feinverzahnte Hauptzahnräder (64dp) in verschiedenen Größen mit einem Motorritzel, Felgen, Einlagen und Reifen (Sorex-Slicks).
Was definitiv benötigt wird, um dieses Chassi zu bewegen, ist ein Motor, eine Karosse, ein Fahrtenregler, ein Sender mit Empfänger, Fahrakkus und ein Servo.
Wir betreiben das Fahrzeug u.a. mit folgenden Teilen: KoProPo-Servo 2123, LRP-Quantum Pro-Sport-Fahrtenregler, Korally oder GM-Motor als 17 Turn oder als 12 Turn den Dr. Speed von GM, Multiplex-Sender 403 mit dem im Lieferumfang mitgelieferten Empfänger, Keil 3000 V+ HV-Sanyo-Zellen und eine Karosse nach Geschmack.
Ferner empfehlen wir folgende Tuningteile: Tuningfedern fürs Fahrwerk, verschiedene Stoßdämpferöle, Delrin-Diffausgänge, 48 dp-Haupt- zahnräder (vielleicht sogar aus Delrin) und Ritzel (für außerhalb einer Halle), Alu-Riemenräder, verschiedene Reifensätze. Weiter braucht man einfach nichts, da dieses Chassi einfach bereits voller Tuningteile steckt und es wenig Ausbau- Optionen gibt.
Folgende Ersatzteile sollte man immer mit sich führen: Querträger mit den passenden Querträgerstiften, die kleinen Riemenräder (falls aus Plastik nutzen sie sich schnell ab), Ersatzriemen (uns ist bisher zwar noch keiner gerissen, aber besser jeweils einen dabei haben als nach Hause zu fahren, gibt auch verstärkte Riemen), Karosseriehalter, Antennenröhrchen, Clipse für Akku- und Karosseriebefestigung (Suchen ist fast aussichtslos). Das Werkzeug sollte man naürlich auch einpacken (plus Kleinmaterial wie z.B. doppelseitiges Klebeband usw.).
Hinweise und Bemerkungen: Als wir das Fahrzeug zusammengebaut haben, hatten wir uns fast an die Bauanleitung gehalten.Was haben wir also erstmal anders gemacht: Wir haben z.B. gleich ein härteres Dämpferöl eingefüllt (die Kolbenplatte mit 3 Löchern haben wir belassen). Verwendet wurde hier ein 900er Tamiyaöl (clear). Die Diffausgänge haben wir von Alu auf Delrin geändert. Den mittleren und vorderen Freilauf haben wir vorerst gegen einen starren Mittelantrieb und einem vorderen Diff getauscht, da wir vorher noch nie mit Freilauf gefahren sind und es sich immer wieder rumsprach, wie schwer das zu fahren sei. Den Rest haben wir für die erste Testfahrt im Baukasten-Profil gelassen.
Unser erstes Urteil nach ein paar Akkus: Das Auto ging schon richtig gut. Wir sind auf einer Hallenstrecke mit Teppich gefahren, wo eigentlich ganz guter Grip ist. Das Auto hatte sehr wenig Übersteuern, sehr präzises Einlenken und eine einfach fantastische Lage. Das leichte Übersteuern haben wir sofort mit dem Tausch des hinteren gelben Stabis gegen einen roten Stabi beseitigen können. Die verwendeten CS27-Slicks mit Standardeinlagen erwiesen sich für eine gute Wahl. Was sehr positiv auffiel war neben den präzisen Umsetzungen von Lenk- und Gasbewegungen auch die schnelle “Wieder-in-Kontrolle”, nachdem man doch den Grenzbereich überschritten hatte. Das bereits beim Zusammenbau absolut Passgenaue der einzelnen Teile spiegelten sich im Fahrbetrieb wieder.
Inzwischen haben wir bereits ca. 50 Akkuladungen verbraten und sind immer noch begeistert. Das Fahrverhalten konnten wir noch auf den Fahrer besser anpassen, geben aber zu, dass da immer noch etwas zu finden ist. Eigentlich dachten wir, je besser das Chassi ist, desto mehr nimmt man minimale Veränderungen am Fahrzeug-Setup wahr. Pustekuchen. Uns ist es eher so ergangen, dass das Fahrzeug mit vielen Kombinationen gut läuft. Zumindest haben wir es noch nicht geschafft, ein völlig unkontrollierbares Fahrzeug auf die Strecke zu stellen.
In den nächsten Tagen werden wir auch den Freilauf verbauen und uns überraschen lassen, was dann passiert.
Während dieser gesamten Testphase sind uns auch ein paar negative Kleinigkeiten aufgefallen. Nach dem 10 Akku waren im vorderen Fahrzeug Ölspuren zu verzeichnen. Der Grund dafür war nicht, dass wir heimlich einen Verbrenner-Motor verbaut haben, sondern dass sich auf der Teppichstrecke soviel Teppichfasern zwischen dem Kugellager und der Alu-Radaufnahme gewickelt haben, dass sich die blaue Kapselung des Kugellagers abgeschiffen hat. Jedoch nur vorne. Ein Fehler beim Zusammenbau ist eigentlich auszuschließen. Was noch nicht so glücklich gelöst ist, ist der Riemenspanner, welcher von unten festgeschraubt ist. Wenn man den Riemen etwas spannen möchte, bricht man sich die Finger, da man ihn von oben kaum zu fassen bekommt. Diesen muß man nämlich demontieren und kleine Unterlegscheiben runter legen.
Einige Punkte sollte man an diesem Fahrzeug öfter mal prüfen. Zum Beispiel die Schwingenbefestigung (läßt sich innerhalb einer super kurzen Zeit aus- und wieder einbauen).
Wenn man mal durch einen spektakulären Abflug seitlich eine Bande trifft oder an einer Stelle mit der Achse hängen bleibt, kann es vorkommen, dass sich entweder der Schwingenbolzen verbiegt oder sogar die Schwinge anreißt. Da dieses unter anderem die Spur, den Sturz und das Fahrverhalten ändert bzw. beeinträchtigt, ist eine Prüfung der Befestigung und Einstellung unabdingbar.
Sollten beim Gasgeben oder bei einer Vollbremsung Geräusche im Antriebsstrang hörbar sein, könnte es entweder ein Durchdrehen des Diffs sein, oder auch ein Springen einer der Riemen am Riemenrad. Meistens sind es die kleinen Riemenräder, da diese mehr Umdrehungen machen und mehr Druck abbekommen, als die großen Riemenräder.
Diese sollten dann getauscht werden, um keinen Leistungsverlust in Kauf zu nehmen. Als Tuningteil gibt es diese Riemenräder aus Alu, welche dann nicht so verschleißfreudig sind.
Ein weiterer Punkt, welcher auch aus unserer Sicht etwas aufwendiger ist und eigentlich nicht so viel Spaß macht, ist das Reinigen und Pflegen der Diffs.
Das Diff sollte eigentlich immer sehr leichtgängig sein, jedoch auch nicht durchrutschen. Den genauen Mittelpunkt muß man selbst herausfinden (siehe Bauanleitung). Da die Diffs im Fahrzeug nicht gegen Dreck geschützt sind, müssen diese öfter gereinigt werden. Beim Zusammenbau ein wenig mit speziellen Fett für Kugeldiffs fetten. Zuviel Fett ist genauso schlimm wie zu wenig. Bei großen Verschleißerscheinungen sind die entsprechenden Teile auszutauschen.
Im Laufe der Zeit entsteht etwas Spiel im Bereich der Lenkung. Nämlich genau da, wo tragende und bewegliche Teile mit Kugelpfannen und Kugelköpfen verbaut sind.
Die Kugelpfannen und Kugelköpfe sollten dann auch mal getauscht werden, um das Spiel zu reduzieren und somit wieder ein präziseres Fahrverhalten zu gewährleisten.
Im Allgemeinen ist dieses Chassi sehr stabil, gut abzustimmen, recht leicht zu fahren und bereitet eine Menge Freude. Eine Enttäuschung wird es aus unserer Sicht nicht geben.
Unterschied zwischen dem TRF 414 M und dem TRF 414 M2:
Da wir selbst die Überlegung angestrebt haben, welches Chassi wir uns kaufen, hatten wir nicht nur beide gekauft, um es zu wissen, sondern haben einige Informationen dazu bekommen.
Felgen,Reifen und Einlagen: Der “M” hat welche im Baukasten enthalten. Die Sorex-Slicks.
Kugellager: Der “M” hat die blaugekapselten Kugellager, welche sehr leichtgängig sind und lange halten. Im TA04-Pro sind diese auch enthalten und haben bisher keine Probleme gezeigt. Der “M2” hat dagegen die Racing-Kugellager. Welche noch leichtgängiger, jedoch weniger stabil und langlebig sind.
Stoßdämpfer: Der “M” hat silberne Alu-Stoßdämpfer, welche zwei Stellschrauben haben. Eine zum Justieren, die andere zum Kontern. Hier brauchen demnach keine Spacer verwendet werden. Der “M2” hat nur einen Stellring aus Kunststoff und die besagten Spacer. Welches besser ist, kann jeder für sich entscheiden.
Aluteile: Der “M” hat die silberne Aluteile, die vom “M2” sind blau (die grossen Teile zumindest).
Diffausgänge: Der “M” hat welche aus Alu, der “M2” hat diese aus Delrin.
Spur- und Sturzstangen: Der “M2 hat diese in silber, der “M2” in schwarz (also bitte nicht abrutschen).
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