|
Schumacher Mission (ein Bericht von Rico Tonert)
Der MISSION ist derzeit ( Stand Februar 2003 ) sicher eines der perfektesten Tourenwagenkonzepte auf dem Markt. Das konsequent für den Wettbewerbseinsatz konzipiert ist. Mit den „Twin - Belt“ Antrieb ist der Mission eines der leichtgängigsten RC -Cars am Markt. In Kombination mit den vergrößerten Riemenrädern vereint dieses Riemenkonzept extreme Leichtgängigkeit mit niedrigem Verschleiß und längerer Lebensdauer. Durch die grossen Riemenräder kann der Riemen extrem locker gehalten werden - ein Grund für seine Leichtgängigkeit.
Die Ausstattung des Mission.
- Wahlweise Carbon, oder gutmütiges S1 Chassis wählbar - Variable interne Übersetzung für feineres Untersetzen des Motors - Stabi vorne und hinten - Voll einstellbare Radaufhängung - Leichter Rammer - Ultratiefe Karosseriebefestigung - Einstellbare Vorspur hinten - Leichtgängige Purple Dämpfer - Leichtgängige Ultra Flex Riemen - Purple Alu Motorplatte - „Original“ Blade Kardans - Große Twin-Track Differentiale mit Tungsten Carbide Diffkugeln - Voll kugelgelagert auch in der Lenkung - Stick- oder Saddelpack Einbau möglich - Voll justierbare Achsgeometrie durch Rechts- Linksgewindestangen - 24mm Felgen mit Racing Reifen
Der Antrieb
Der Mission wird über ein 2 Riemensystem angetrieben.
Von der Zwischenwelle treibt ein kurzer Zahnriemen die Hinterachse an. Von dort wird das Antriebsmoment über einen langen Riemen zur Vorderachse geleitet.
Stossdämpfer
Die Großvolumigen Stossdämpfer fangen fast jede Bodenunebenheit ab. Im Verschlusspaket der Stossdämpfer befinden sich je 2 Zellkautschukringe auf einer Kunststoffhülse, welche den Volumenausgleich übernehmen. Das System ist hierdurch sehr dicht
Die Differenziale
Die Differenzale liegen vormontiert im Baukasten und können ohne nachzuziehen eingebaut werden. Man sollte sie trotzdem alle 2 Renntage einmal kontrollieren und gegebenenfalls nachfetten.
Das Chassis
Das Chassis ist sehr verwindungssteif. Die Carbonteile sollte man am Rand mit Sekundenkleber sichern.
Die interne Übersetzung.
Die interne Übersetzung ist wählbar mit 2,1 und 1,8. Wobei ich festgestellt habe, daß es sich mit 1,8 besser fährt. Aus meiner Sicht hat er mehr Kraft bei gleicher Endgeschwindigkeit.
Die Hinterachse
Die O-Ringe an der Hinterachse sichern die Spurstangen und sind verantwortlich für den absoluten spielfreien Lauf.
Die Akkubefestigung
Die Akkuhaltestrebe besteht aus zwei ineinander gesteckten, zueinander senkrechten Carbonteilen und wird dadurch extrem steif. Da bleibt der Akku sicher an seinem Platz. Die Alu-Akkupfosten unterstützen dies zusätzlich und sehen auch optisch nicht schlecht aus.
Der Aluradträger
Ich habe meinem Mission auch mal die Aluradträger eingebaut - allerdings auch gleich wieder entfernt. Sie entpuppten sich als nicht sonderlich vorteilhaft Wenn man mit den Vorderrädern einmal ungünstig “irgendwo hängenbleibt”, geht mehr kaputt als bei dem gleichen Unfall mit den Kunststoffradträgern.Die Aluträger sind eben viel zu stabil.
Die Stahl-Kardans
Kurzfristig waren auch einmal die Stahlkardans im Einsatz, aber leider sind diese sehr schnell gebrochen, ohne das der Grund zu erkennnen war - daher meiner Meinung nach nicht zu empfehlen.
Ich betreibe das Fahrzeug mit folgenden Teilen
- LRP Quantum Competition - Keil 4001 Servo - GM, Keil 17*2 Motor - Kopropo EX-11 Presto Sender - 3300 Hopf P&M Akkus - Karosserie nach Bedarf
Folgende Tuningteile habe ich eingebaut
- Aluantriebswellenhalter - Sechskantmitnehmer aus Alu - M4 und M3 Schrauben aus Alu - Freilauf vorn - Tuningfedern - Alu Akkupfosten - Stossdämpferöle nach Bedarf - Hauptzahnräder und Motorritzel nach Bedarf
Zusammenbau des Mission
Ich habe den Mission nach Bauanleitung zusammengebaut. Es werden nur ein Kreuzschlitzschraubendreher benötigt und 2 Imbusschlüssel. Ich habe auch das Setup von der Bauanleitung übernommen. Das sich als nicht schlecht entpuppte.
Abnutzungen
Nach den ersten Testakkus habe ich den Mission wieder demontiert. Aber ich habe keine Abnutzung erkennen können. Nach bis zu 70 Akkus habe ich dann schon auf Vorsicht den hinteren und vorderen Riemen gewechselt. Nur aus Sicherheitsgründen - man hätte es noch nicht machen brauchen. Natürlich sollte man nach jedem Renntag schauen, ob die Dämpfer noch ordentlich voll sind und nicht irgendwie Luft gezogen haben. Auch sollten noch alle Schrauben fest sitzen. Manchmal haben die Schrauben an der Chassisunterseite das Bedürfnis, sich zu lösen [am Motorträger]. Die Diffs sind natürlich auch zu kontrollieren.
Fazit
Der Mission ist in Berlin und Umgebung nicht sehr beliebt.
Er ist leicht abzustimmen und extrem leichtgängig. Man kann mit diesem Fahrzeug schon ohne Probleme einige im kalten Regen stehen lassen. Er ist extrem gutmütig und doch sehr agil. Einzi das tauschen des Tauschen des Hauptzahnrades ist eine Qual, das komplette Oberdeck will demontiert werden.
|